Ich will verstehen, was Künstliche Intelligenz eigentlich ist. Ein Hinweis führt mich zu John McCarthy und der Konferenz in Dartmouth, die dem Forschungsbereich seinen Namen gab. Mit jeder neuen Quelle wird mir klarer, wie viel mathematisches Hintergrundwissen mir noch fehlt, um die Zusammenhänge zu verstehen.
Immer wieder tauchen dieselben Namen auf: Kurt Gödel, Claude Shannon. Jeder Name führt zu weiteren Quellen, jede Quelle zu neuen Fragen.
Irgendwann wird mir klar: Was ich zusammengetragen habe, ist es wert, daraus etwas zu machen – einen langen Artikel, eine Reportage, vielleicht sogar ein Buch. Die Idee, die Entstehung der Künstlichen Intelligenz zu erzählen, kommt aus dem Gedanken, dass dieses Wissen auch anderen Menschen nützen könnte, gerade denen, die sich vor dieser Technologie fürchten. Die Ausführungen, die ich finde, sind beeindruckend und ungewöhnlich. Sie zeigen ein menschliches Bild von Künstlicher Intelligenz, wenig abstrakt.
Künstliche Intelligenz scheint es schon sehr früh gegeben zu haben – in den Gedanken und Vorstellungen der Menschen. Was fehlte, war die Technik, diese Vorstellungen umzusetzen und als Maschine zu bauen. Künstliche Intelligenz ist damit keine Zauberei mehr. Sie ist die logische Folge einer langen Entwicklung. Was ich recherchiert hatte, sollte einem breiten Publikum zugänglich werden.
Bald zeigt sich: Der Stoff, den ich zusammengetragen habe, füllt weit mehr als ein einziges Buch. Also setze ich eine Grenze. Ich beginne bei den literarischen und mystischen Anfängen und ende beim ersten funktionierenden Computer, etwa zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Schon für diesen Abschnitt kommt so viel zusammen, dass es die Grundlage für ein eigenes Buch bildet. Der Weg vom Computer zur Künstlichen Intelligenz wartet als nächstes Projekt. Für den Moment bleibt es bei diesem Anfang.
Gleichzeitig fällt mir auf, wie selten Frauen in diesen Geschichten vorkommen. Genau das will ich ändern: die Frauen dorthin zurückschreiben, wo sie hingehören, ohne sie besonders hervorzuheben und ohne sie auszulassen. Sie haben die neuen Rechenmaschinen erst benutzbar gemacht. Sie haben herausgefunden, wie man diese Maschinen dazu bringt, dem Menschen Rechenarbeit abzunehmen – Berechnungen, die besonders im Zweiten Weltkrieg gebraucht wurden, etwa um die Flugbahnen von Artilleriegeschossen zu bestimmen. Ohne diese Rechenmaschinen wären Artillerie und Bomben deutlich weniger effizient gewesen. Genau diesen Nutzen haben die Frauen möglich gemacht.
Aus einer privaten Sammlung von Belegen und Indizien wird ein Buchprojekt. Die Antworten darauf, wie diese Technologie entstanden ist und wer daran beteiligt war, liefert das Buch. Hier, auf dieser Seite, zeige ich, wie der Weg dorthin aussah.